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Olsztyn
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Olsztyn ([] ; deutsch Allenstein) ist die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.
Contents
⢠Geographie
⢠Lage
⢠Stadtgliederung
⢠Geschichte
⢠1945 und danach
⢠Demographie
⢠Politik
⢠Stadtrat
⢠Wappen
⢠Verkehr
⢠Ehrenbßrger
⢠Sport
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Lage
Die Stadt liegt am Fluss Ĺyna (Alle) im historischen Ermland, 125 Meter Ăźber dem Meeresspiegelcite-ref-meyersgaz-2-0[2] am Ăbergang vom Ermland zum Oberland. Olsztyn liegt etwa 80 Kilometer sĂźdĂśstlich von ElblÄ
g (Elbing), 100 Kilometer sĂźdlich von Kaliningrad (KĂśnigsberg) und 140 Kilometer sĂźdĂśstlich von Danzig (GdaĹsk).
Die umgebende hßgelige Landschaft ist von der Masurischen Seenplatte und ausgedehnten Wäldern geprägt. Der Okullsee ist Teil der Stadt Allenstein.
Stadtgliederung
Die Stadt Olsztyn gliedert sich in 23 Stadtteile, zu denen 17 Ortschaften gehĂśren:
Stadtteile
⢠Brzeziny
⢠Dajtki (Deuthen)
⢠GeneraĹĂłw
⢠Grunwaldzkie
⢠Gutkowo (GÜttkendorf)
⢠Jaroty (Jomendorf)
⢠KÄtrzyĹskiego
⢠Kormoran
⢠Kortowo (Kortau)
⢠KoĹciuszki
⢠Likusy (Lykusen/Likusen)
⢠Mazurskie
⢠Nad Jeziorem DĹugim
⢠Nagórki (Bergenthal)
⢠Pieczewo (Stolzenberg)
⢠Podgrodzie
⢠PodleĹna (âAllensteiner Stadtwaldâ)
⢠Pojezierze
⢠Redykajny (Redigkainen)
⢠ĹrĂłdmieĹcie (âInnenstadtâ)
⢠Wojska Polskiego
⢠Zatorze
⢠Zielona Górka (Grßnberg)
Ortschaften
⢠Jakubowo (Jakobsberg)
⢠Karolin
⢠Kolonia Jaroty
⢠Kortowo II
⢠Ĺupstych (Abstich)
⢠Mleczna
⢠Niedźwiedź (Bärenbruch)
⢠PiÄkna GĂłra (Gut Stolzenberg)
⢠Podlesie
⢠Pozorty (Posorten)
⢠Skarbówka Poszmanówka
⢠SĹoneczny Stok
⢠Stare Kieźliny
⢠Stare Miasto (âAltstadtâ)
⢠Stare Zalbki
⢠Stary Dwór (Althof)
⢠Track (Trautzig)
AuĂerdem: Zacisze, TÄczowy Las
Geschichte
Vom 14. Jahrhundert bis 1945
Die Stadt wurde am 31. Oktober 1353 unter dem Namen Allensteyn am Fluss Alne/Alle (pruĂisch alna âflieĂenâ) im preuĂischen Ermland vom ermländischen Domkapitel auf dessen Gebiet gegrĂźndet. Zum ersten SchultheiĂen der Stadt wurde Johannes von Leysen bestellt. Die StadtgrĂźndung erfolgte im Schutz einer bereits im Aufbau (erste Bauetappe 1346 bis 1353) befindlichen Burg des Domkapitels.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]
Die Allensteiner Burg war Sitz eines Verwalters des ermländischen Domkapitels und Hauptort eines der drei Kammerämter, die dem Kapitel unterstanden und zusammen mit den bischĂśflichen Kammerämtern das Hochstift Ermland bildeten, das als weltliches Herrschaftsgebiet dem Bischof und dem Kapitel bei der GrĂźndung der vier preuĂischen BistĂźmer 1245 zugestanden wurde.
Im Jahr 1455 wurde Schloss Allenstein von dem SĂśldnerhauptmann Ritter Georg von Schlieben eingenommen.cite-ref-6[6]
In den Jahren 1516 bis 1519 bekleidete das Amt des Administrators der Neffe und Pflegesohn des ermländischen Bischofs Lucas Watzenrode, der als Astronom bekanntgewordene ermländische Domherr Nikolaus Kopernikus. Kopernikus wohnte während dieser Zeit auf der Burg Allenstein. Als Zeugnis erhielt sich dort bis heute eine auf dem Putz des Kreuzgangs der Burg gemalte astronomische Tafel zur Berechnung des Aequinoctiums. Zur Zeit des Krieges zwischen Polen und dem letzten Deutschordenshochmeister in PreuĂen Albrecht von Hohenzollern ging er nach Frauenburg zurĂźck, wurde aber im Herbst des Jahres 1520 wieder nach Allenstein berufen. Der Archdiakon Bernhard Sculteti unterstĂźtzte Kopernikus mit GeschĂźtzen und Proviant, damit Schloss Allenstein in voller Unabhängigkeit von Polen selbständig behauptet werden konnte.cite-ref-7[7] Es wurde auch nicht angegriffen und ein Waffenstillstand wurde am 7. April 1521 geschlossen. Aufgrund seiner erfolgreichen Verteidigung wurde Kopernikus zum Kommissar des Ermlands ernannt und mit dem Wiederaufbau beauftragt. Tiedemann Giese, der spätere Bischof von Ermland, war sein Assistent.
Im Rahmen der Ersten Polnischen Teilung von 1772 kam die Stadt als Teil des Ermlandes zum KĂśnigreich PreuĂen. Von 1818 bis 1910 gehĂśrte sie dem Landkreis Allenstein an und wurde dann kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Allenstein. 1905 wurde sie Sitz des Regierungsbezirks Allenstein. Weitere Regierungsbezirke waren KĂśnigsberg und Gumbinnen. Allenstein wurde 1893 an das Bahnnetz angeschlossen.cite-ref-8[8]
1877 wurde eine Synagoge errichtet. Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Allenstein eine evangelische Kirche, zwei katholische Kirchen, ein altes Schloss, ein Gymnasium, eine Realschule und verschiedene Produktions- und Fabrikationsbetriebe.cite-ref-mkl-9-0[9]
Der Friedensvertrag von Versailles bestimmte nach dem Ersten Weltkrieg die DurchfĂźhrung einer Volksabstimmung im Abstimmungsgebiet Allenstein Ăźber den Verbleib bei Deutschland oder einen Anschluss an Polen. In der Stadt Allenstein entfielen auf OstpreuĂen 16.740 Stimmen und auf Polen 340, womit die Stadt bei Deutschland blieb.cite-ref-10[10]
Die jßdische Gemeinde Allensteins wurde in der Zeit des Nationalsozialismus drangsaliert. Die Synagoge wurde während der Novemberpogrome 1938 niedergebrannt. Die meisten, die nicht emigrieren konnten oder wollten, wurden ab 1942 in ein Vernichtungslager deportiert und dort ermordet. Das einzige erhaltene architektonische Zeugnis jßdischen Lebens in Allenstein ist das Taharahaus Bet Tahara.
1945 und danach
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt im Januar 1945 Kriegsschauplatz. Die ZivilbevĂślkerung wurde bis kurz vor Einmarsch der Roten Armee zum Durchhalten aufgefordert.cite-ref-11[11] Der Landrat Horst-GĂźnter Benkmann rief aber eigenverantwortlich rechtzeitig zur Flucht auf und rettete so tausenden OstpreuĂen das Leben.cite-ref-12[12] Am 22. Januar 1945 eroberte die Rote Armee Allenstein. Dabei kam es zu Ausschreitungen sowjetischer Soldaten gegenĂźber der ZivilbevĂślkerung. Laut Augenzeugenberichten begingen Rotarmisten der 5. und 6. Division des 3. Kavallerie-Garde-Korps Gewaltexzesse und ermordeten in der zum Feldlazarett umfunktionierten Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Kortau alle Lazarett-Patienten und das Personal. Dort wurden bei Bauarbeiten in den 1950er Jahren mehrere kleinere und grĂśĂere Massengräber entdeckt; eines von ihnen barg 227 Leichen.cite-ref-13[13] Bis März 1945 wurden in Allenstein durch Brandstiftung 1040 Häuser zerstĂśrt.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]
Ende März 1945 stellte die Rote Armee Allenstein zusammen mit der sĂźdlichen Hälfte OstpreuĂens unter die Verwaltung der Volksrepublik Polen. Weil Polen nur zĂśgernd einwanderten, ordnete der Regierungsbevollmächtigte Jakub Prawin im Juni 1945 die Verbringung der StadtbevĂślkerung auf ländliche GĂźter an. Kurz darauf begann die âäuĂerst brutale[e] Aussiedlungâ der in der Stadt zu Aufräumungsarbeiten zurĂźckgebliebenen Deutschen. Der polnische Ortsname Olsztyn wurde offiziell. Die deutschen Einwohner, von denen inzwischen viele zurĂźckgekehrt waren, wurden ab Anfang 1946 in einer zentralen Aktion vertrieben.cite-ref-16[16]
Die letzten Einheiten der Sowjetarmee verlieĂen die Stadt im Jahre 1956.
Mit der Regionalisierung Polens entstand 1999 die Woiwodschaft Ermland-Masuren mit Regierungssitz in Olsztyn. Im gleichen Jahr wurde hier die Universität Ermland-Masuren gegrĂźndet. Die Stadt wurde Sitz des Erzbistums Ermland der polnischen katholischen Kirche sowie der DiĂśzese Masuren der polnischen Evangelisch-Augsburgischen Kirche. Seit 2020 ist sie zudem Sitz der ukrainisch griechisch-katholischen Eparchie Olsztyn-Danzig. Mit rund 175.000 Einwohnern und ca. 270.000 in der Agglomeration ist die Stadt auch die grĂśĂte der Woiwodschaft.
Im Zuge der Demokratisierung wurde 1991 die Allensteiner Gesellschaft der deutschen Minderheit als Vertretung der in der Stadt ansässigen Deutschen gegrßndet.cite-ref-17[17] Ihr gehÜrten im Juni 2007 3.280 Menschen an, jedoch bezeichneten sich in der polnischen Volkszählung 2002 in der Stadt Olsztyn nur 431 als Deutsche.cite-ref-18[18]
Demographie
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1782 | 00 > 2000 | in 283 Haushaltungen einschlieĂlich der Vorstädte, ohne die Garnison (drei Kompanien Infanterie) [ 19 ] |
| 1802 | 0â 0 2014 | [ 20 ] |
| 1810 | 0â 0 1601 | [ 20 ] |
| 1816 | 0â 0 2078 | davon 250 Evangelische, 1783 Katholiken und 45 Juden [ 20 ] |
| 1821 | 0â 0 2427 | Kreisstadt, mit 307 Privatwohnhäusern sowie Garn- und Leinenhandel [ 20 ] |
| 1831 | 0â 0 2808 | teils Polen , teils Deutsche [ 21 ] |
| 1840 | 00 â 2900 | [ 22 ] |
| 1871 | 0â 0 5514 | davon 500 Evangelische und 140 Juden (2180 Polen [ 23 ] ) |
| 1880 | 0â 0 7610 | [ 24 ] |
| 1890 | 0â 19.375 | davon 11.852 Katholiken , 7103 Evangelische und 420 Juden [ 24 ] |
| 1900 | 0â 24.295 | mit der Garnison ( Infanterieregimenter Nr. 150 und 151, Dragonerregiment Nr. 10 und Feldartillerieregiment Nr. 73), Ăźberwiegend Katholiken [ 9 ] |
| 1910 | 0â 33.077 | mit der Garnison (5108 Mann), davon 19.960 Katholiken, 12.551 Evangelische, 78 sonstige Christen, 483 Juden (29.344 mit deutscher , 2249 mit polnischer und 99 mit masurischer Muttersprache, 1334 Einwohner sprechen deutsch und in einer anderen Sprache); [ 25 ] [ 24 ] 11 % Polen [ 2 ] |
| 1925 | 0â 38.105 | davon 23.497 Katholiken, 13.858 Evangelische, 62 sonstige Christen und 612 Juden [ 24 ] |
| 1933 | 0â 43.043 | davon 27.048 Katholiken, 15.393 Evangelische, fĂźnf sonstige Christen und 448 Juden [ 24 ] |
| 1939 | 0â 45.513 | davon 29.455 Katholiken, 15.811 Evangelische, 132 sonstige Christen und 138 Juden [ 24 ] |
Allenstein Reiseprospekt 1930er Jahre.png
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1964 | 0 â 72.500 | [ 26 ] |
| 2012 | â 175.482 | |
| 2017 | â 173.125 | (31.12.2017) |
Politik
Bßrgermeister und Stadtpräsidenten
⢠Andreas Petrus Grunenberg (1809â1818)
⢠Karl Anton Ehlert (1818â1835)
⢠Jakob Rarkowski (1836â1865)
⢠Sakrzewski (1866â1875)
⢠von Roebel (1875â1877)
⢠Oskar Belian (1877â1908)
⢠Georg ZĂźlch (1908â1932, DNVP)
⢠Otto Gilka (1932â1933, Zentrum)
⢠Friedrich Schiedat (1933â1945, NSDAP)
⢠BronisĹaw LatosiĹski (1945), kommissarischcite-ref-mojemazury-14-01-2011-27-0[27]
⢠Tadeusz PaĹucki (1945â1948)cite-ref-mojemazury-14-01-2011-27-1[27]
⢠Stefan Nafalski (1948â1949)cite-ref-mojemazury-14-01-2011-27-2[27]
⢠CzesĹaw BrowiĹski (1949â1950)cite-ref-mojemazury-14-01-2011-27-3[27]
⢠Franciszek Kurzynoga (1950â1953)cite-ref-mojemazury-14-01-2011-27-4[27]
⢠Romuald Nowak (1953â1958)cite-ref-mojemazury-14-01-2011-27-5[27]
⢠Julian Molenda (1958â1969)cite-ref-mojemazury-14-01-2011-27-6[27]
⢠Karol IwaĹski (1969â1971)cite-ref-mojemazury-14-01-2011-27-7[27]
⢠Jerzy Grelewski (1971â1977)cite-ref-mojemazury-14-01-2011-27-8[27]
⢠Marek Róşycki (1977â1990)cite-ref-mojemazury-14-01-2011-27-9[27]
⢠Jerzy Bukowski (1990â1992)cite-ref-28[28]
⢠JĂłzef Grzegorczyk (1992â1994)
⢠Andrzej RyĹski (1994â1998)cite-ref-29[29]
⢠Janusz CichoĹ (1998â2001)cite-ref-30[30]
⢠CzesĹaw Jerzy MaĹkowski (2001â2008)
⢠Tomasz GĹaĹźewski (2008â2009), kommissarisch
⢠Piotr Grzymowicz (2009â2024)
⢠Robert Szewczyk (seit 2024)
An der Spitze der Stadtverwaltung steht ein Stadtpräsident, der von der BevÜlkerung direkt gewählt wird. Ab 2009 war dies Piotr Grzymowicz, der 2024 nicht erneut antrat. Seither ist Robert Szewczyk von der Platforma Obywatelska neuer Amtsinhaber.
Bei der Wahl 2024 trat Grzymowicz nicht mehr an. Die Abstimmung brachte daraufhin folgendes Ergebnis:cite-ref-31[31]
⢠Robert Szewczyk (Koalicja Obywatelska) 32,8 % der Stimmen
⢠CzesĹaw Jerzy MaĹkowski (Wahlkomitee CzesĹaw Jerzy MaĹkowski) 21,2 % der Stimmen
⢠Grzegorz SmoliĹski (Prawo i SprawiedliwoĹÄ) 15,5 % der Stimmen
⢠Marcin MoĹźdĹźonek (Wahlkomitee âMarcin MoĹşdĹşonek â Besseres Olsztynâ) 13,5 % der Stimmen
⢠MirosĹaw Arczak (Wahlkomitee âGemeinsam fĂźr Olsztynâ) 9,7 % der Stimmen
⢠Monika RogiĹska-Stanulewicz (Trzecia Droga) 3,7 % der Stimmen
In der daraufhin nĂśtigen Stichwahl setzte sich Szewczyk mit 53,5 % der Stimmen knapp gegen den bis 2008 amtierenden Stadtpräsidenten MaĹkowski durch und wurde neuer Amtsinhaber.
⢠Piotr Grzymowicz (Wahlkomitee Piotr Grzymowicz) 33,8 % der Stimmen
⢠CzesĹaw Jerzy MaĹkowski (Wahlkomitee CzesĹaw Jerzy MaĹkowski) 30,7 % der Stimmen
⢠MichaĹ Wypij (Prawo i SprawiedliwoĹÄ / Porozumienie) 19,0 % der Stimmen
⢠Monika Falej (Wahlkomitee âGemeinsam fĂźr Olsztynâ) 6,2 % der Stimmen
⢠Beata Bublewicz (Koalicja Obywatelska) 5,3 % der Stimmen
⢠Krzystof Kacprzycki (Sojusz Lewicy Demokratycznej / Lewica Razem) 2,1 % der Stimmen
⢠Ăbrige 2,9 % der Stimmen
In der daraufhin nĂśtigen Stichwahl setzte sich der Amtsinhaber Grzymowicz mit 54,5 % der Stimmen knapp gegen seinen bis 2008 amtierenden Vorgänger MaĹkowski durch. Nachdem im November 2019 die regionale Staatsanwaltschaft BiaĹystok Ermittlungen gegen Grzymowicz wegen Amtspflichtverletzungen im Zusammenhang mit Verträgen mit dem Europäischen Zentrum fĂźr soziale Entwicklung aufnahm,cite-ref-34[34] reichte eine Initiative einen Antrag auf ein Abwahlreferendum ein, erreichte aber nicht die nĂśtige Anzahl an Unterschriften.cite-ref-35[35]
Stadtrat
Der Stadtrat besteht aus 25 Mitgliedern und wird direkt gewählt. Die Stadtratswahl 2024 fßhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-36[36]
⢠Koalicja Obywatelska (KO) 34,2 % der Stimmen, 12 Sitze
⢠Prawo i SprawiedliwoĹÄ (PiS) 20,8 % der Stimmen, 8 Sitze
⢠Wahlkomitee CzesĹaw Jerzy MaĹkowski 10,1 % der Stimmen, 2 Sitze
⢠Wahlkomitee âMarcin MoĹşdĹşonek â Besseres Olsztynâ 9,7 % der Stimmen, 1 Sitz
⢠Wahlkomitee Piotr Grzymowicz 7,3 % der Stimmen, 1 Sitz
⢠Wahlkomitee âGemeinsam fĂźr Olsztynâ 7,3 % der Stimmen, 1 Sitz
⢠Trzecia Droga (TD) 5,6 % der Stimmen, kein Sitz
⢠Lewica 5,1 % der Stimmen, kein Sitz
Die Stadtratswahl 2018 fĂźhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-37[37]
⢠Koalicja Obywatelska (KO) 26,8 % der Stimmen, 9 Sitze
⢠Prawo i SprawiedliwoĹÄ (PiS) 22,8 % der Stimmen, 7 Sitze
⢠Wahlkomitee Piotr Grzymowicz 15,3 % der Stimmen, 4 Sitze
⢠Wahlkomitee CzesĹaw Jerzy MaĹkowski 14,6 % der Stimmen, 4 Sitze
⢠Wahlkomitee âGemeinsam fĂźr Olsztynâ 8,3 % der Stimmen, 1 Sitz
⢠Wahlkomitee âWir lieben Olsztynâ 4,9 % der Stimmen, kein Sitz
⢠Kukizâ15 3,8 % der Stimmen, kein Sitz
⢠Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) / Lewica Razem (Razem) 3,5 % der Stimmen, kein Sitz
Wappen
Historisches Wappen
Blasonierung: âIn Silber Sankt Jakobus in blauer Pilgertracht mit Stab und Muschelhut, stehend zwischen einem halben, schwarzen Ordenskreuz und einem roten Zinnenturm.âcite-ref-38[38]
Das älteste, wohl gleich nach Erteilung des Kulmer Rechtes, 1353, gefertigte SIGILLVM CIVITATIS ALLENSTEIN zeigt im gegitterten Felde allein den stehenden heiligen Jakob mit dem Pilgerstabe in der Rechten und einer Pilgermuschel in der linken Hand. Ăhnlich das wenig spätere SECRETVM CIVITATIS ALLINSTEIN, dessen Bronzestempel noch erhalten ist. Ăhnlich auch die Siegel des 16. Jahrhunderts, während erst im 18. Jahrhundert der Turm und das halbe Ordenskreuz dazu in den Schild genommen worden sind.cite-ref-39[39]
Städtepartnerschaften
Die Stadt Gelsenkirchen ßbernahm 1952 eine Patenschaft fßr ehemalige Allensteiner (bis 1945), die nun in der Bundesrepublik Deutschland leben. 1992 ging hieraus eine Städtepartnerschaft hervor. Insgesamt nennt Olsztyn aktuell folgende elf Partnerstädte und Kooperationen:cite-ref-twins-40-0[40]
| Stadt | Land | seit | Typ |
|---|---|---|---|
| Calpe | Spanien Spanien | 1989 | Partnerschaft |
| Châteauroux | Frankreich Frankreich | 1991 | Partnerschaft |
| Gelsenkirchen | Deutschland Deutschland | 1992 | Partnerschaft |
| Halmstad | Schweden Schweden | 2003 | Kooperation |
| Kaliningrad | Russland Russland | 1993 | Partnerschaft |
| Luzk | Ukraine Ukraine | 1997 | Partnerschaft |
| Offenburg | Deutschland Deutschland | 1999 | Partnerschaft |
| Perugia | Italien Italien | 2004 | Kooperation |
| Richmond | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten | 1995 | Partnerschaft |
| Rovaniemi | Finnland Finnland | 1976 | Partnerschaft |
| Sønderborg | Danemark Dänemark | 1994 | Kooperation |
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaftlich bedeutend ist vor allem die zu Michelin gehĂśrende Reifenfabrik (frĂźher âStomilâ), die grĂśĂte ihrer Art in Polen, sowie die holzverarbeitende Industrie. Zunehmend profitiert die Stadt aber auch vom Fremdenverkehr, der sich zu einem neuen Wirtschaftszweig entwickelte. Eine gute Anbindung z. B. nach Berlin und Krakau besteht Ăźber den Mitte Januar 2016 erĂśffneten Flughafen Olsztyn-Mazury â zwischen Olsztyn und Airport besteht S-Bahn-Anschluss in etwa 40 Minuten, aber auch durch die Express-Busverbindungen zwischen vielen groĂen Städten wie Warschau, Danzig, Berlin oder Kaliningrad. Olsztyn ist Sitz verschiedener kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen, wie des deutsch-polnischen Verbandes Borussia. In Olsztyn gibt es auch eine Lebensmittelproduktion wie von Honig oder gefrorenen Produkten von ChĹodnia OlsztyĹska. Die Stadt ist Sitz des GeflĂźgelwarenherstellers Indykpol.
Verkehr
StraĂen
In der Stadt kreuzen sich die â zum Teil schon als SchnellstraĂen ausgebauten â LandesstraĂen DK 16, DK 51 und DK 53 mit den WoiwodschaftsstraĂen DW 527, DW 598 und DW 660.
Schienen
1866 wurde vom Trennungsbahnhof KĂźstrin-Kietz aus der Bau der PreuĂischen Ostbahn begonnen. 1873 wurde Allenstein an die PreuĂische Ostbahn angebunden (Berlin, KĂźstrin, SchneidemĂźhl, Bromberg, Thorn, Allenstein, Korschen, Insterburg, Tilsit, Memel).
Von der bis Korsze (Korschen) elektrifizierten, zweigleisigen Hauptstrecke ToruĹâTschernjachowsk (ThornâInsterburg), einer 1873 gebauten Zweigstrecke der ehemaligen PreuĂischen Ostbahn, zweigen hier nach SĂźdosten die Bahnstrecke OlsztynâEĹk sowie nach Nordwesten die Bahnstrecke OlsztynâBogaczewo ab. Sie sind Teile der Querverbindung DanzigâMarienburgâAllensteinâLyck. Nach SĂźden verläuft die Bahnstrecke DziaĹdowoâOlsztyn. Die Stadt hat einen Hauptbahnhof (Olsztyn GĹĂłwny) und einen weiteren Bahnhof Olsztyn Zachodni am Altstadtzentrum.
In der Stadt verkehrten von 1907 bis 1965 elektrische StraĂenbahnen und von 1939 bis 1971 Oberleitungsbusse. 2011 wurde ein Bauvertrag fĂźr die WiedereinfĂźhrung der StraĂenbahn unterschrieben. Drei Streckenäste mit einer Gesamtlänge von 11,5 km und 19 Haltestellen wurden gebaut. Die Strecken verbinden den Bahnhof, die Altstadt und die Universität.cite-ref-41[41] 15 Tramino-NiederflurstraĂenbahnen wurden bestellt. Am 19. Dezember 2015 begann die Aufnahme des Linienverkehrs. Ende 2023 erfolgte eine Erweiterung auf fĂźnf Linien in einem ca. 16,5 km langen Streckennetz.cite-ref-42[42]
Luft
Der Flughafen Olsztyn-Mazury liegt rund 60 Kilometer sĂźdĂśstlich. Im Stadtteil Dajtki (deutsch Deuthen) besteht der Landeplatz Olsztyn-Dajtki.
Der ehemalige Flughafen Allenstein/Deuthen wurde zwischen 1. Juni 1926 und Oktober 1927 im Liniendienst von der Lufthansafluglinie MarienburgâElbingâAllenstein bedient. Der Linienflug endete mit der Einstellung der Subventionen durch den Staat. Mit dem Flughafen war Alleinstein an das deutsche Flugpostnetz angeschlossen. Im Zweiten Weltkrieg diente der Flugplatz als Etappenflugplatz und zur Pilotenausbildung.cite-ref-43[43]
Seit 2018 bedient die ungarische Fluglinie WizzAir den Flughafen zwei Mal wĂśchentlich von Dortmund aus.cite-ref-44[44]
Daneben gibt es noch den ehemaligen Militärflugplatz Grieslienen, der 1945 zwei befestigte Start- und Landebahnen mit 1100 und 900 Metern besaà und ebenfalls fßr eine Reaktivierung im Gespräch ist.cite-ref-45[45]
SehenswĂźrdigkeiten
⢠Burg Allenstein, in der ehemaligen Ordensburg des ermländischen Domkapitels mit zwei mittelalterlichen Backsteinflßgeln und einem barock-klassizistischen Flßgel aus dem 18. Jahrhundert ist das Museum fßr Ermland und Masuren untergebracht.
⢠Die St.-Jakobus-Kirche wurde Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet und ist heute neben dem Frauenburger Dom erzbischÜfliche Konkathedrale. In dem gotischen Backsteinbau sind beachtliche ZellengewÜlbe erhalten.
⢠Das Hohe Tor sowie erhaltene Abschnitte der mittelalterlichen Stadtmauer
⢠Altes Rathaus, spätgotisch, restauriert zum 750. Jubiläum der Stadtgrßndung 2003; das historische Glockenspiel des Rathauses befindet sich seit 1945 in Taschkentcite-ref-46[46]
⢠Barocke Jerusalem-Kapelle
⢠Neugotische evangelische ErlÜserkirche, 1876/1877 errichtet, 1899 ausgebaut
⢠Neugotische Herz-Jesu-Kirche vom KĂśnigsberger Architekt Heitmann 1902â1905 erbaut (Turm-Kopie nach Vorbild des KĂśnigsberger Schlosses)
⢠Neuromanische Josephskirche von Heitmann 1912
⢠Garnisonkirche, wurde 1915 errichtet.
⢠Haus der rituellen Reinigung Bet Tahara am jßdischen Friedhof, einziges verbliebenes Zeugnis jßdischen Lebens, 1913 erbaut nach Plänen des in Allenstein geborenen Architekten Erich Mendelsohn, gleichzeitig einziges Gebäude von ihm in Allenstein
⢠Neubarockes Neues Rathaus von 1912 bis 1916 mit dem so genannten Russenerker (Originalreliefs mit den die Kriegsereignisse 1914 darstellenden Szenen nicht mehr erhalten)
⢠Stefan-Jaracz-Theater, errichtet als Theater âDer Treudankâ, am 29. September 1925 erĂśffnet, nach den Plänen des Ăśrtlichen Architekten August Feddersen
⢠Der Sendemast fßr UKW und TV in Olsztyn-Pieczewo ist mit einer HÜhe von 360 Metern seit dem Einsturz des Sendemasts von Radio Warschau in Konstantynów das hÜchste Bauwerk in Polen.
⢠In der Borkener Heide etwa 130 km von Olsztyn entfernt wurden 2011 80 frei lebende Wisente gezählt. Die Vorfahren dieser Tiere stammen aus einer Nachzucht und entkamen schon vor längerem aus dem Gehege.cite-ref-47[47]
⢠Das Centrum Techniki i Rozwoju Regionu âMuzeum NowoczesnoĹciâ w Olsztynie wurde 2014 erĂśffnet.
⢠Der Park der Erinnerung (Park PamiÄci ĹrĂłdmieĹcie) erinnert an den dortigen frĂźheren evangelischen Friedhof und die dort bestatteten vor allem deutschen Einwohner.cite-ref-48[48]
PersĂśnlichkeiten
EhrenbĂźrger
⢠Karl Roensch (1858â1921), Fabrikbesitzer, Stadtverordnetenvorsteher und Handelskammerpräsident in Allenstein
⢠Friedrich von Berg-Markienen (1866â1939), preuĂischer Offizier, Beamter und Politiker.
⢠Erwin Kruk (1941â2017), Stimme und literarisches Gedächtnis Masurens
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
⢠Johannes Knolleisen (1450â1513), Akademiker
⢠Lucas David (1503â1583), preuĂischer Historiker
⢠Anton Blank (auch Jan Antoni Blank-BiaĹecki; 1785â1844), klassizistischer Porträtmaler
⢠Hugo Laemmer (1835â1918), katholischer Theologe und Professor an der Universität Breslau
⢠Franz Hipler (1836â1898), deutscher Historiker und Theologe
⢠Justus Rarkowski (1845â1895), Stadtrat, Brauereibesitzer und Mitglied des Deutschen Reichstags
⢠Hugo Haase (1863â1919), deutscher Politiker (SPD, USPD), MdR, Mitglied im Rat der Volksbeauftragten
⢠Franz Justus Rarkowski (1873â1950), deutscher katholischer Militärbischof (1938â45)
⢠Gertrud Wronka (1881â1952), deutsche Lehrerin und Politikerin (Zentrum, CDU)
⢠Paul von Essen (1886â1933), deutscher Gewerkschafter, Mordopfer der KĂśpenicker Blutwoche (SPD)
⢠Erich Mendelsohn (1887â1953), deutscher Architekt des Expressionismus
⢠Bruno Hermann (1888â1957), deutscher Politiker (SPD)
⢠Olga Desmond (1890â1964), deutsche Tänzerin und Filmschauspielerin
⢠Benno BĂśhm (1891â1969), deutscher Philologe, Oberstudiendirektor
⢠Helmuth von Ilsemann (1891â1957), deutscher Generalmajor im Zweiten Weltkrieg
⢠Hermann zu Dohna-Finckenstein (1894â1942), Politiker und Rittergutsbesitzer
⢠Fritz Freitag (1894â1945), SS-BrigadefĂźhrer und Generalmajor der Waffen-SS und Polizei
⢠Richard-Wilhelm Haase (1895ânach 1950), deutscher Politiker (CDU)
⢠Kurd von BĂźlow (1899â1971), deutscher Geologe
⢠Fritz Antek Berger (1900â1973), Kapitän zur See, Ritterkreuzträger
⢠Werner Horn (1903â1978), Kartograf
⢠Leo Schrade (1903â1964), deutsch-US-amerikanischer Musikwissenschaftler
⢠Horst Ebel (1905ânach 1963), deutscher Verwaltungsbeamter
⢠Helmuth Koschorke (1905â1980), deutscher Polizeibeamter, zuletzt SS-SturmbannfĂźhrer, und Sachbuchautor
⢠Ingrid Wagner-Andersson (1905â1970), deutsche KĂźnstlerin und Malerin
⢠Wilhelm Girnus (1906â1985), deutscher Literaturwissenschaftler und Kommunist
⢠Volkmar Hopf (1906â1997), nationalsozialistischer Jurist, während der NS-Diktatur Landrat im okkupierten Protektorat BĂśhmen und Mähren und nach Kriegsende Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium und Präsident des Bundesrechnungshofes
⢠Karl-Hermann ZĂźlch (1907â1985), deutscher Jurist und Landrat
⢠Ernst Meyer (1908â1972), Vorsitzer des Präsidiums vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
⢠Paul Kewitsch (1909â1997), rĂśmisch-katholischer Priester und Sachbuchautor
⢠Udo Klausa (1910â1998), Landrat und Landesdirektor
⢠Klaus-Joachim ZĂźlch (1910â1988), deutscher Neurowissenschaftler
⢠Heinz Abraham (1911â1992), deutscher Politiker
⢠Elisabeth Schnitzler (1912â2003), deutsche Archivarin
⢠Claus Peter Volkmann (1913â2002), deutscher Jurist, Nationalsozialist, Journalist und Autor
⢠Kurt Baluses (1914â1972), deutscher FuĂballspieler und Trainer des VfB Stuttgart
⢠Erich Goede (1916â1949), deutscher FuĂball-Nationalspieler
⢠Heinz Goerke (1917â2014), deutscher Mediziner und Medizinhistoriker
⢠Georg Hermanowski (1918â1993), deutscher Schriftsteller, Historiker, Ăbersetzer
⢠Georg Schimanski (1919â1992), deutscher Kameramann
⢠Brigitte Sarry (1920â2017), deutsche Chemikerin und Professorin an der TU Berlin
⢠Willi Schlesier (1921âunbekannt), deutscher Gewerkschafter, Politiker, Volkskammerabgeordneter der DDR
⢠Hans-JĂźrgen Wischnewski (1922â2005), deutscher Politiker (SPD), MdB, Bundesminister fĂźr wirtschaftliche Zusammenarbeit
⢠Eberhard Lilienthal (1923â2013), deutscher Architekt, Stadtplaner und Beigeordneter in Neuss
⢠Gerd-Helmut Komossa (1924â2018), deutscher Generalmajor a. D.
⢠Wolfgang Gesemann (1925â2014), deutscher Slawist, Balkanologe und Hochschullehrer
⢠Curt Lowens (1925â2017), deutscher Schauspieler und ein Ăberlebender des Holocaust
⢠Horst Balzer (1928â1997), deutscher Theaterregisseur, Dramaturg und Autor
⢠Klaus Kowalski (* 1929), deutscher Bildhauer, Medailleur, Grafiker und Hochschullehrer
⢠Leonhard Pohl (1929â2014), deutscher Leichtathlet
⢠Gerhard Naujokat (1932â2017), deutscher evangelischer Pastor, Jugend-, Ehe- und Familienberater und Publizist
⢠Helmut Frenz (1933â2011), deutscher evangelisch-lutherischer Bischof und Hochschullehrer
⢠Erich Zakowski (1933â2023), deutscher GrĂźnder und Leiter des Rennteams Zakspeed
⢠Wolfgang Milde (1934â2011), deutscher Handschriftenwissenschaftler und Bibliotheksdirektor
⢠Herbert Monkowski (1934â2023), deutscher Publizist und Bundesverdienstkreuzträger
⢠Karl-Heinz Hopp (1936â2007), deutscher Ruderer und Moderner FĂźnfkämpfer
⢠Ulrich Schulz (* 1937), deutscher Ingenieur, Hochschullehrer und Kunstsammler
⢠Klaus Endrikat (1939â2023), deutscher Grafiker und Hochschullehrer in Aachen
⢠Franz Erdmann (* 1939), deutscher Generalmajor der Nationalen Volksarmee
⢠Winrich Langer (* 1939), deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer
⢠Gernot Tromnau (* 1939), deutscher Lehrer und Museumsdirektor
⢠Dietmar Artzinger-Bolten (1940â2023), deutscher Jurist, Politiker und FuĂballfunktionär
⢠Wolf Lepenies (* 1941), deutscher Soziologe, Wissenschaftspolitiker und Schriftsteller
⢠Claus-Michel Mike Steiner (1941â2012), Maler, FilmkĂźnstler und Pionier der Videokunst
⢠JĂśrg Ebner (1942â2015), deutscher Radiomoderator
⢠Karla Schefter (* 1942), deutsche Person der humanitären Arbeit und Bundesverdienstkreuzträgerin
⢠Dieter Mietz (* 1943), deutscher FuĂballspieler, Olympiateilnehmer
⢠Paul Neumann (* 1943), deutscher Ăbersetzer fĂźr Polnisch und Russisch
⢠Winfried Materna (* 1944), deutscher Akademiker und Unternehmer
⢠Werner Papke (1944â2019), deutscher Naturwissenschaftshistoriker und Religionswissenschaftler
⢠Maciej CisĹo (1947â2023), Schriftsteller, Lyriker und Ăbersetzer
⢠Jacek Jezierski (* 1949), katholischer Weihbischof im Erzbistum Ermland
⢠BronisĹaw Wildstein (* 1952), Freimaurer, Journalist und Schriftsteller
⢠Henryka Krzywonos (* 1953), Aktivistin der polnischen Gewerkschaft SolidarnoĹÄ
⢠Juliusz Machulski (* 1955), Regisseur und Filmproduzent
⢠StanisĹaw Piechocki (1955â2005), Verwaltungsjurist, Heimatforscher und Sachbuchautor
⢠Izabela Trojanowska (* 1955), Schauspielerin und Sängerin
⢠Peter Krebs (* 1957), deutscher Handballspieler und Sportjournalist
⢠Leszek GĂłrski (1961â2025), Schwimmer
⢠Krzysztof HoĹowczyc (* 1962), Rallyefahrer und Politiker
⢠Janusz Ostrowski (* 1964), polnischer Geistlicher, Weihbischof im Erzbistum Ermland
⢠Piotr PaweŠWiwczarek (* 1965), Heavy-Metal-Musiker, Gitarrist/Sänger der Band Vader
⢠Joanna Kos-Krauze (* 1972), Filmregisseurin und Drehbuchautorin
⢠Marcin Lemiszewski (* 1974), Musiker, Komponist, Autor, Pädagoge
⢠Marius Kuklik (* 1978), deutscher Kßnstler und Designgrafiker
⢠Ĺukasz Kadziewicz (* 1980), Volleyballnationalspieler
⢠Robert Szewczyk (* 1980), Politiker
⢠Wojciech Grzyb (* 1981), Volleyballnationalspieler
⢠Marek Rutkiewicz (* 1981), Radrennfahrer
⢠Julia Marcell (* 1982), Sängerin und Pianistin
⢠Laureen Pink (* 1983), Pornodarstellerin
⢠Daniel ŝóĹtak (* 1984), Handballnationalspieler
⢠MaĹgorzata JasiĹska (* 1984), Radrennfahrerin
⢠Tomasz Zahorski (* 1984), FuĂballnationalspieler
⢠Johanna Goliszewski (* 1986), deutsche Badmintonnationalspielerin
⢠Adrian Mierzejewski (* 1986), FuĂballnationalspieler
⢠Kacper KozĹowski (* 1986), Leichtathlet
⢠RafaĹ Gikiewicz (* 1987), FuĂballtorhĂźter
⢠Peter Posniak (* 1987), Schauspieler und Sprecher
⢠Kashira Stocka (* 1987), Tänzerin und Choreographin
⢠Karolina Bednarek (* 1988), Volleyball- und Beachvolleyballspielerin
⢠Filip Kurto (* 1991), FuĂballtorhĂźter
⢠Damian PrzytuĹa (* 1998), Handballspieler
⢠Urszula Ĺunio (* 2004), Beachvolleyballspieler
⢠Anastazja KuŠ(* 2007), Sprinterin
Sonstige mit der Stadt in Verbindung stehende PersĂśnlichkeiten
⢠Johannes von Leysen (1310â1388), StadtgrĂźnder
⢠Nikolaus Kopernikus (1473â1543), residierte 1520 als Kanzler des Ermländer Domkapitels in Allenstein
⢠Karl Roensch (1858â1921), Stadtverordnetenvorsteher von 1885 bis 1919 in Allenstein
⢠August Trunz (1875â1963), Landwirtschaftsrat und GrĂźnder der Prussica-Sammlung Trunz
⢠Erich Trunz (1905â2001), Germanist und ordentlicher Professor fĂźr Neuere deutsche Sprache und Literatur, Sohn von August Trunz, machte 1925 sein Gymnasialabitur in Allenstein
⢠Feliks Nowowiejski (1877â1946), Komponist und Orgelvirtuose, Organist an der Jakobus-Kirche in Allenstein von 1898 bis 1900
⢠Hubert HĂśnnekes (1880â1947), Oberlehrer an der Kopernikus-Schule, Mitglied des OstpreuĂischen Provinziallandtages, Mitglied des Deutschen Reichstages 1930â1933
⢠Maximilian Kaller (1880â1947), von 1930 bis 1947 Bischof von Ermland
⢠Hedwig Bienkowski-Andersson (1904â1984), Essayistin und Schriftstellerin; von 1905 bis 1939 in Allenstein
⢠Gerhard Fittkau (1912â2004), Sekretär des Bischofs Maximilian Kaller
⢠GĂźnter Wand (1912â2002), dirigierte hier von 1934 bis 1938
⢠Annemarie Suckow von Heydendorff (1912â2007), Bildhauerin; lebte 10 Jahre in Allenstein
⢠MieczysĹaw Moczar (1913â1986), von 1948 bis 1952 Woiwode in Olsztyn
⢠JĂłzef Glemp (1929â2013), von 1979 bis 1981 Bischof von Ermland mit Sitz in Olsztyn
⢠Erwin Kruk (1941â2017), Schriftsteller, âStimme und literarisches Gedächtnis Masurensâ
⢠Rudolf Başanowski (* 1953), seit 1992 Bischof der DiÜzese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen; ist seit 1997 in Olsztyn tätig
⢠Alois Bulitta (1897â1971), SchĂźler des Allensteiner Gymnasiums, Diplom-Handelslehrer in Allenstein, promovierter Diplom-Volkswirt, Oberregierungs- und Schulrat, Slawist und Polnischlektor, Bundesverdienstkreuzträger sowie Sach- und Schulbuchautor
⢠Arno Bulitta (1921â1995), SchĂźler des Allensteiner Gymnasiums, Chefarzt, Vertriebenen- und Lokalpolitiker, Stv. BĂźrgermeister, Bundesverdienstkreuzträger
⢠Karol JabĹoĹski (* 1962), Segelsportler mit Heimatclub in Olsztyn
⢠Marcel Krueger (* 1977), Schriftsteller, Stadtschreiber von Olsztyn 2019
Sport
In Olsztyn sind mehrere Sportvereine ansässig, einer der bekanntesten Vereine ist OKS Stomil Olsztyn. Der Klub spielte insgesamt acht Saisons in der Ekstraklasa, der hĂśchsten polnischen FuĂballliga, und sieben Saisons in der zweiten Liga. Im April 2025 spielte der Klub in der zweiten Liga. Daneben spielt in Olsztyn der fĂźnffache polnische Volleyball-Meister und siebenfache Pokalsieger Indykpol AZS Olsztyn, der auch acht Vize-Meisterschaften und acht dritte Plätze vorweisen kann. Der Klub spielt regelmäĂig um die polnische Volleyball-Meisterschaft mit und nimmt an internationalen Wettbewerben teil. Der Klub stellt mehrere polnische und internationale Volleyball-Nationalspieler und spielt wie der Handball-Erstligist Warmia Anders Group SpoĹem Olsztyn in der Hala Urania. Dies ist eine Mehrzweckhalle, die ca. 2.500 Zuschauern Platz bietet. In Olsztyn findet jährlich das Hubert Wagner Memorial statt, ein internationales Volleyball-Turnier. AuĂerdem ist Olsztyn Ăśfters Etappenort der Tour de Pologne (zuletzt 2008).
Siehe auch
Literatur
⢠Anton Funk: Geschichte der Stadt Allenstein 1348â1943. Scientia-Verlag, 1979, ISBN 3-511-09071-7.
⢠StanisĹaw Piechocki:
⢠CzyĹciec zwany Kortau [Eine HĂślle, genannt Kortau]. KsiÄ
Ĺźnica Polska, Olsztyn 1993, ISBN 83-85702-02-4, 154 Seiten. Das Buch enthält 59 Abbildungen und eine Zusammenfassung in deutscher Sprache. Deutsche Ăbersetzung: Das âFegefeuerâ genannt Kortau. Stadtgemeinschaft Allenstein, 2008.
⢠Magisches Allenstein. Olsztyn 2008, ISBN 83-87031-18-6.
⢠W. E. Harich: Einwohnerbuch von Allenstein 1938, Allenstein 1938 (Digitalisat).
Historische Literatur
⢠Allenstein, Regierungsbezirk Allenstein, OstpreuĂen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Allenstein (meyersgaz.org).
⢠Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des KÜnigreichs Preussen. Teil I: Topographie von Ost-Preussen. KÜnigsberg/Leipzig 1785, S. 23, Nr. 7).
⢠August Eduard PreuĂ: PreuĂische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von PreuĂen. Ein Handbuch fĂźr die Volksschullehrer der Provinz PreuĂen, so wie fĂźr alle Freunde des Vaterlandes. GebrĂźder Bornträger, KĂśnigsberg 1835, S. 507, Nr. 98.
⢠Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erster Band. Enke, Erlangen 1863, S. 20 (Volltext, Google).
Weblinks
Commons
: Olsztyn
â Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Olsztyn
â ReisefĂźhrer
⢠Stadt Allenstein (Territorial.de)
⢠Kreisgemeinschaft Allenstein e. V.
⢠Linkkatalog zum Thema Olsztyn bei curlie.org (ehemals DMOZ)
⢠Tipps zur Zuganreise nach Allenstein (und Kruttinna) bei faltboot.org
Einzelnachweise
cite-note-area-and-population-in-the-territorial-profile-in-2024-11. Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
cite-note-meyersgaz-22. â Allenstein, in: Meyers Gazetteer (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, und alter Landkarte der Umgebung von Allenstein).
cite-note-32. Auf dem Plan fehlt der Stadtteil GeneraĹĂłw (Westteil des Stadtteils Jaroty)
cite-note-44. â Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verwaltungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 20.
cite-note-55. â Johannes Voigt: Geschichte PreuĂens von ältesten Zeiten bis zum Untergange der Herrschaft des Deutschen Ordens. Band 5, KĂśnigsberg 1832, S. 106.
cite-note-66. â Scriptores rerum Warmienensisium (Peter Wolky und Johann Martin Saage, Hrsg.). Band 1, Braunsberg 1866, S. 138â207.
cite-note-77. â Stimmen aus Maria Laach, Verteidigung SchloĂ Allenstein unabhängig von Polen
cite-note-88. â http://www.bahnstatistik.de/ nennt den 28. September 1893. Siehe auch Marienburg-Mlawkaer Eisenbahn.
cite-note-mkl-99. â Allenstein. In: Meyers GroĂes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Band 1: AâAstigmatismus. Bibliographisches Institut, Leipzig / Wien 1905, S. 345 (Digitalisat. zeno.org).
cite-note-1010. â Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung fĂźr Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. GĂśttinger Arbeitskreis, 1970, S. 67.
cite-note-1212. â Robert Albinus: KĂśnigsberg Lexikon. WĂźrzburg 2002
cite-note-1313. â Quelle: StanisĹaw Piechocki, S. 69.
cite-note-1414. â Jan Gancewski und Witold Gieszczynski: Gewalttaten, ZerstĂśrungen und VerwĂźstungen von Hab und Gut durch die Rote Armee im ehemaligen OstpreuĂen nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Zeitschrift fĂźr Ostmitteleuropa-Forschung 56 (2007) H. 1, S. 115â129, hier S. 117.
cite-note-1515. â Das Vorgehen der Roten Armee in OstpreuĂen am Ende des Krieges und die dabei geduldeten Ausschreitungen werden u. a. auch in Werken der russischen Schriftsteller Alexander Solschenizyn (Nobelpreisträger fĂźr Literatur) (vgl. sein Buch âOstpreuĂische Nächteâ) und Lew Kopelew (vgl. sein Buch âAufbewahren fĂźr alle Zeitâ) thematisiert, die damals selbst Soldaten und Zeitzeugen waren.
cite-note-1616. â Zur Geschichte der Vertreibung im sĂźdlichen OstpreuĂen siehe Claudia Kroft: Einleitung. In: Wlodzimierz Borodziej, Hans Lemberg (Hrsg.): âUnsere Heimat ist uns ein fremdes Land geworden âŚâ Die Deutschen Ăśstlich von Oder und NeiĂe 1945â1950. Dokumente aus polnischen Archiven. Verlag Herder-Institut, Marburg 2000, ISBN 3-87969-283-1, 431â475, Zitat zu den Vorgängen in Allenstein S. 455.
cite-note-1717. â Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit â Ăber uns. In: agdm.pl. Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit, PL 10-522 Olsztyn, 2024, abgerufen am 4. April 2024.
cite-note-1818. â Vgl. Polnisches Hauptstatistikamt (GUS) (Memento vom 17. Dezember 2012 im Internet Archive)
cite-note-193. Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des KĂśnigreichs PreuĂen. Teil I: Topographie von Ost-PreuĂen. Marienwerder 1785, S. 23.
cite-note-aam-204. Alexander August MĂźtzell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches WĂśrterbuch des preussischen Staats. Band 5: TâZ, Halle 1823, S. 248â255, Ziffer 9.
cite-note-aep-215. August Eduard PreuĂ: PreuĂische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von PreuĂen. Ein Handbuch fĂźr die Volksschullehrer der Provinz PreuĂen, so wie fĂźr alle Freunde des Vaterlandes. GebrĂźder Bornträger, KĂśnigsberg 1835, S. 507, Nr. 98.
cite-note-226. Supplemente zum Universal-Lexikon oder Enzyklopädischen WÜrterbuch der Wissenschaften, Kßnste und Gewerbe. Herausgegeben von H. A. Pierer, bearbeitet von Franz Dornberger. Altenburg 1841, 1. Band, S. 180.
cite-note-237. Gustav Neumann: Geographie des PreuĂischen Staats. 2. Auflage. Band 2, Berlin 1874, S. 18â19, Ziffer 13.
cite-note-mr-248. Michael Rademacher: OstpreuĂem: Landkreis Allenstein. Online-Material zur Dissertation, OsnabrĂźck 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Januar 1900
cite-note-259. KĂśniglich PreuĂisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen. Heft 1: Regierungsbezirk Allenstein. Berlin 1912, S. 2â3, Ziffer I: Stadtkreis Allenstein.
cite-note-2610. Der GroĂe Knaur. Droemer, MĂźnchen 1966, Band 1, S. 68.
cite-note-mojemazury-14-01-2011-2727. â Olsztyn: oni rzÄ
dzili miastem za PRL. mojemazury.pl, 14. Januar 2011
cite-note-2828. â WiÄ
zanki pamiÄci o tych, ktĂłrzy odeszli. olsztyn24.com, 30. Oktober 2010
cite-note-2929. â TVP, Andrzej RyĹski odznaczony, 8. November 2012
cite-note-3030. â Janusz CichoĹ. (Memento des Originals vom 29. August 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.platforma.org Platforma Obywatelska; abgerufen am 15. August 2013.
cite-note-3131. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 24. Mai 2024.
cite-note-3232. â GRUCELA, Bartosz â Kandydat na Prezydenta Olsztyna (polnisch), abgerufen am 26. August 2025
cite-note-3333. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 31. Juli 2020.
cite-note-3434. â âPrezydent Olsztyna i czterech samorzÄ
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